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Die Wanderung im Detail
Der Schafberg ist schon von Weitem sichtbar und durch seine markante Form auch sehr leicht zu
erkennen. Man kann den Gipfel des Schafberges mit eigener Kraft oder
aber mit Hilfe der
Zahnradbahn erreichen,
welche von St. Wolfgang ab Anfang Mai auch Leute ohne Kondition ein
Gipfelerlebnis erlaubt. Wer den Schafberg zu Fuß bezwingen will,
sollte das wenn möglich schon vor der Eröffnung des Betriebes der Zahnradbahn
tun, denn für die meisten Wanderer ist es nicht
gerade erbaulich, wenn man völlig verschwitzt am Gipfel ankommt und von den mit der Zahnradbahn
kommenden Touristen nur müde belächelt wird.
Wer in Winkl startet, wird von Beginn an auf den Charakter der gesamten Tour eingestimmt:
es geht relativ steil bergauf und der Weg ist steinig.
Bis zur Schafbergalpe (1363 m)
gibt es kaum flachere Stellen, die der Erholung dienen könnten. Dafür führt der Weg durchwegs
durch den (kühlenden) Wald der nur hin- und wieder den Blick zurück zum Mondsee bzw.
Wolfgangsee freigibt. Nach etwa 1 1/2 Stunden erreicht man die Schafbergalpe, von wo an
man auf unbewaldetem Weg unterwegs ist. Im Frühling und Herbst kann es wegen des Windes
hier recht kühl werden, im Sommer wird es aber wegen des fehlenden Sonnenschutzes sehr warm.
Ein paar Minuten später erreicht man die Zwischenstation der Zahnradbahn
und damit in der Hauptsaison auch den Punkt, der einem die Bekanntschaft mit dem
Massentourismus beschert.
Österreich lebt ja sehr stark vom Tourismus, wodurch es an manchen Orten schon mehr als belebt wirken kann.
Und der Schafberg ist ab der Zwischenstation aus meiner Sicht ein
sehr gutes Beispiel dafür. Betonierte Stufen, die ab hier bis zum Gipfel f�hren,
erschrecken nahezu jeden Wandererfu�. Allerdings haben diese laut Aussagen des Besitzers des
Gasthofes einen historischen Bezug, weshalb man sie auch so bel�sst, wie sie sind.
Diese wurden n�mlich f�r Kaiser Franz Joseph I angelegt, damit dieser auch im hohen Alter noch von
Sesseltr�gern auf den Berg getragen werden konnte. In St. Wolfgang gab es zu dieser Zeit sogar den
Beruf des Sesseltr�gers, dessen Aufgabe es war, vornehmen und reichen Urlaubern den Gipfelsieg zu
erm�glichen. Wenn man also die Stufen entlang geht und an diese historischen Gegebenheiten denkt,
dann sieht man sie auch mit ganz anderen Augen.
Wer zu Fuß auf den Schafberg geht, der sollte das auf jeden Fall außerhalb der Saisonzeiten
der Schafbergbahn tun oder aber früh genug aufstehen, um vor der ersten Bahn den Gipfel zu erreichen!
Eine anderer Variante: eine �bernachtung im Gasthof Schafbergalpe. Damit kann man abends und in der Fr�h
den Sonnenuntergang bzw. Aufgang genie�en � ganz ohne Massentourismus.
Der Weg ab der Schafbergalpe ist vor allem wegen der Stufen
nicht sehr interessant, auch
wenn die Aussicht auf die umliegenden Berge und Seen wirklich sehr imposant ist.
Ein Alternativweg führt über den Purtschellersteig,
der aber nur für Geübte zu empfehlen ist und vor allem
bei Nässe sehr gefährlich werden kann. Er führt an den Schafbergseen,
dem Mönichsee, dem Mittensee und dem Suissensee
vorbei. Im Mönichsee können sich unempfindliche Naturen auch etwas erfrischen.
Nach etwa einer Stunde erreicht man dann den Gipfel und es bietet sich wirklich eine Aussicht,
die ihresgleichen sucht! Etwas Vorsicht ist geboten, da die Rückseite des Schafberges stark
abfällt. Wer also mit der Zahnradbahn hochkommt und Kinder dabei hat, der sollte gut aufpassen.
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