|
Die Wanderung im Detail
Die trockenen Klammen stellen ein beeindruckendes Naturschauspiel dar, welches man an dieser Stelle nicht erwarten würde,
da die Umgebung eher hügelig und nicht felsig ist. Wegen der Seltenheit des Vorkommens solcher Steinschluchten stehen
die trockenen Klammen auch seit 1936 unter Naturschutz.
Die Klammen sind dabei nicht durch den Einfluss des Wassers entstanden, wie z.B. die nahegelegene Glasenbachklamm, sondern
durch sogenannte "Bergzerreissung". Dabei rutscht der Fels am Hang langsam ab und
reißt dabei immer wieder ab, wodurch eben diese Spalten und Schluchten entstehen.
Wer die trockenen Klammen erkunden will, sollte unbedingt festes Schuhwerk anziehen, da der Weg stellenweise recht steil und
felsig ist. Für Kinder sind die Klammen ganz bestimmt ein besonderes Abenteuer
(Taschenlampe zum "erforschen" der Spalten nicht vergessen!), aber es ist auf jeden Fall
besondere Vorsicht geboten! Gerade der Spaß, den die Kinder
bei der Erkundung der Spalten haben, führt oft auch zu Übermut und Unvorsicht, welche in diesem Gelände auch sehr
gefährlich sein kann. Kinder also bitte unbedingt im Auge behalten.
An einer Stelle ist der Weg durch ein Seil gesichert. Trotzdem kann diese Passage auch von Kindern im Vorschulalter bewältigt
werden, wenn ein Erwachsener mit dabei ist. Die Markierung des Weges ist sehr gut, sodass man sich in den Schluchten
und Felsspalten auch nicht verirren kann.
Zahlreiche Schautafeln entlang des Weges erklären die Entstehung der Felsformationen und
weisen auf Besonderheiten hin.
So z.B. auch auf einen Felsspalt, mit dem bezeichnenden Namen "Wildfang",
der zahlreichen Wildtieren im Winter immer wieder zum Verhängnis wird oder
z.B. den "Tigerfels", der in seiner Zeichnung einem Tigerfell ähnelt.
Alles in allem eine sehr schöne Abenteuerwanderung für die gesamte Familie, auch wenn die Erwachsenen schon gut
auf ihre Kleinen achtgeben müssen! Der Zeitbedarf variiert naturgemäß sehr stark, ja nachdem, wieviel Zeit man sich und seinen Kleinen
zum Erkunden der Felsen geben will. Auch wenn die reine Gehzeit der Rundwanderung nur etwa eine Stunde beträgt, kann man
durchaus auch weit über 2 Stunden dafür benötigen.
Hier gilt ganz besonders: "Der Weg ist das Ziel!"
|