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Die Wanderung im Detail
Wer die Hohen Tauern hautnah erleben will, dem kann man eine Wanderung in
der Gegend um den Weißsee nur empfehlen. Über die mautfreie "Panoramastraße
Stubachtal" erreicht man in 13 Kehren den Enzinger Boden, die Talstation der Kabinenbahn.
Auf dem Weg kommt man auch bei den Druckrohrleitungen des
Kraftwerkes Stubachtal vorbei, die für die Stromerzeugung in der Region sorgen.
Vom Enzinger Boden auf 1480m bezwingt man mit der Kabinenbahn bequem über 800m bis zur Bergstation
beim Alpinzentrum Rudolfshütte am Weißsee. Bereits die Fahrt
mit der 1982 errichteten Gondelbahn ist ein Erlebnis für sich. An der Mittelstation der Ausblick
auf den Grünsee, dann vorbei am Schleierwasserfall,
der Blick zum Tauernmoossee mit der
längsten geschwungenen Staumauer Europas und am Ende der Fahrt der
Hochgebirgssee Weißsee, der trotz des künstlichen Aufstauens sehr schön ist.
Von dort kann man bei Schönwetter dann auch noch mit der
Doppelsesselbahn auf das Medelzplateau kommen,
welches auf ca. 2600m Seehöhe liegt.
In der Nähe der Rudolfshütte, nahe am Weißsee, befindet sich auch eine Wetterstation
der Zentralstelle für Meteorologie. Zudem beinhaltet die Hütte eine Lawinenwarnstelle
des Amtes der Salzburger Landesregierung, eine höhenmedizinische Ausbildungs-
und Forschungsstation sowie eine Nationalparkforschungsstelle.
Von der leichten bis zur schweren Wanderung, vom Spazieren über das Medelzplateau
bis zur anspruchsvollen Gletscherwanderung werden ab der Rudolfshütte alle
Möglichkeiten geboten. Die Möglichkeiten sind dermaßen groß, dass man ein
paar Tage in der Rudolfshütte in jedem Fall empfehlen kann.
In der Folge werden 2 schwierigere Wanderungen beschrieben, die nur für Geübte
zu empfehlen sind - Trittsicherheit ist in beiden Fällen Voraussetzung.
Beide Wanderungen sind problemlos an einem Tag durchführbar.
Wanderung um den Weißsee / Gletscher-Panoramaweg
Auf den ersten Blick mag der Rundweg um den Weißsee nicht wirklich lohnenswert erscheinen, aber wer den Weg einmal gegangen ist,
der weiß, dass der Rundweg alles andere als langweilig ist und herrliche Ausblicke auf die umliegenden Gletscher
und den Weißsee zu bieten hat.
Geht man den Weg gegen den Uhrzeigersinn, so hat man zuerst die
Staumauer des Weißsee zu überqueren. Kurz nach der Staumauer kommt man
zu einer etwas schwierigeren Passage mit Steigleitern. Je höher man kommt,
desto schöner wird die Aussicht auf den Weißsee, die Rudolfshütte und die umliegenden Berge.
Nach etwas mehr als einer halben Stunde erreicht man den höchsten Punkt des Rundweges,
von wo aus man noch ein Stück rechts Richtung Hoher Fürleg (2943 m)
bis zum Ende des Gletscherlehrpfades weitergehen sollte.
Dort gelangt man zum Fürlegsee, der auch im August noch von Eisschollen bedeckt ist.
Beim Schild "Ende des Gletscherlehrpfades" kann man umkehren
und den Rundweg weitergehen, oder aber auch auf den Schaffelkogel weitergehen. Wenn man den Rundweg weitergeht,
kommt man an dessen Ende zur Talstation der Doppelsesselbahn auf das Medelzplateau.
Wanderung auf den Medelzkopf
Wer auf ganz einfache Art und Weise einen der Gipfel um den Weißsee erklimmen will, der kann
mit der Doppelsesselbahn auf das 2600 m gelegene
Medelzplateau hochfahren, von
wo aus man nur noch 160 Höhenmeter bis zum Gipfel des Medelzkopf (2761 m)
zurückzulegen hat.
Schon während der Liftfahrt kann man einen sehr schönen Ausblick auf ein paar der
umliegende 3000er genießen, wie z.B. den Bratschenkopf (3412 m) oder das große Wiesbachhorn (3564 m).
Am Medelzplateau hat man ein herrliches Panorama auf die Granatspitz- und Glocknergruppe
und wenn man etwas weiter hochgeht, erreicht man die Medelzlacke. Bis zum Gipfel
des sehr steinigen Medelzkopf ist es nicht allzu weit, in etwa einer halben Stunde hat man den steinigen
Pfad bis zum Gipfelkreuz überwunden. Trittsicherheit ist hier in jedem Fall Voraussetzung!
Die Aussicht vom Gipfel des Medelzkopf ist einfach nur grandios,
die kurze Anstrengung von der Bergstation der Doppelsesselbahn lohnt sich in jedem Fall.
Und wer dann auf dem Heimweg noch Lust auf einen Wasserfall hat, der kann
ausgehend vom Parkplatz an der Vorhofalm in nur 10 Minuten Fußmarsch den 60m in die Tiefe
stürzenden Schrabachfall besuchen.
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